NaturTour durch Kroatien – Teil 1

Das Abenteuer
Das Abenteuer hat begonnen. Im April und Mai diesen Jahres reise ich durch Kroatien. Ich bin mitten in den Vorbereitungen, der Vorfreude und den Befürchtungen. Die Reise hat spürbar vor der Reise begonnen. Und plötzlich spüre ich Muffensausen, nur noch 2 Monate, war sie doch im letzten Jahr noch Lichtjahre entfernt.
Ich erfülle mir mit dieser Reise den Teil eines großen Traumes. Ich wollte schon immer mal ca. 1 Jahr in Kroatien leben oder ein paar Monate im Ausland sein.

Natürlich genau dann, wenn die Bedingungen dafür optimal sind.
Und zur Zeit sind nicht optimal, doch sie sind gut und die Zeit ist reif. Genau jetzt. Und wann immer ich so richtig mit mir verbunden bin, dann weiss ich es ganz genau.
Es geht bei der Reise irgendwie um meine kroatischen Wurzeln, die Herkunft meiner Eltern und die Natur in Kroatien.

Einzelne Schritte
Was tue ich so dafür?
– Ich habe mich inzwischen als Volunteer in drei National-/Naturparks in Kroatien beworben
– Ich lese einen wunderschönen Naturbildband von Goran Šafarek den ich mir extra aus Kroatien bestellt habe
– Ich ziehe immer wieder eine besondere Reisekarte zu Rate, die ich schon seit mehr als 10 Jahre aufhebe
– Ich war zweimal auf der CMT Messe in Stuttgart und habe mich am Stand der Kroatischen Tourismuszentrale mit Karten und Broschüren eingedeckt
– Ich habe mich wegen Reisemobilen erkundigt, Pro und Contras abgewogen und mich Stand jetzt dagegen entschieden
– Ich habe zur Einstimmung 2 typisch kroatische Nachtische gemacht: Cremeschnitten und Mohnstrudel, die ich in meiner Kindheit und Jugend liebte
– Und ich habe mich bei einer lieben Nachbarin zum Kaffee angekündigt

Und natürlich gibt es da eine Liste mit Auslandskrankenversicherung, Impfung Hund, Budgetierung, Unterkünfte,…

Hitradio Antenne 1 – Urlaubsoffensive
Ich habe mich bei Hitradio Antenne 1 beworben. Dort gibt es derzeit eine Aktion den Urlaub zu bezahlen. „Egal was, wir zahlen das“. Egal ob ich gewinne, ich fands klasse, dass ich deswegen mit einer Mitarbeiterin telefoniert habe. Das Gespräch machte Spaß. Es ging um den Hintergrund meiner Reise, das Velebit Gebirge Kroatiens und die Angst vor Schlangen. Durch die Aktion erfährt man nebenbei, welche Reisen und Urlaube sich Menschen wünschen. Ich finde es sehr interessant und es sagt viel über sie aus.

Unterstützung
Und dann ist da noch so ein Aspekt, dass die Menschen um mich herum mitfiebern, wenn Sie von meinen Plänen erfahren. Ich bekomme Geschenke, Geld angeboten, tausche Tipps aus oder führe so manches schöne Gespräch. Ein Spielzeugcamper mit Lichtfunktion und ein liebevoll gestaltetes Reisesurvival-Heft sind meine persönlichen Highlights.  
Auch so Sätze wie „Sandra machts einfach“ sind gefallen, freuen mich und bringen mich zum Nachdenken.

Träume
Ich erfahre, dass die Menschen um mich herum mich als eine Frau sehen, die ihre Träume umsetzt.
„San“ ist übrigens das kroatische Wort für Traum und ist somit Teil meines Vornamens:-)
Wenn auch Ihr Euch gerade mit Träumen beschäftigt und den „Abers“ und „Es geht nicht, weil“ dann empfehle ich Euch das Hörbuch „Der träumende Delphin von Sergio Bambaren“ und auch ein Naturcoaching kann Euch helfen euer inneres Herzklopfen wieder deutlicher wahrzunehmen.

Meine Einschätzung: Spürt Ihr Reue beim Gedanken an einen Traum, dann kann es sein, dass Ihr denkt, Ihr MÜSST Euch diesen Traum erfüllen. Er ist vielleicht aus dem Vergleich mit anderen Menschen entstanden und nicht Euer Eigener. Euer echter, eigener Traum lässt Euch Wärme im Inneren spüren, ein kleines Feuer und Kribbeln beim Gedanken daran.
Hört Euch mal das Lied von Christina Stürmer über Träume an, sie singt: „Jeder unserer Träume hat was mit uns gemacht und hat sich gelohnt.“ Warum? Das erfahrt Ihr am besten bei voller Lautstärke im Auto oder tanzend durch Wohnzimmer.

Gesucht
Unterstützung kann ich aktuell gebrauchen bei einem Solaraufladegerät fürs Smartphone, einem umweltfreundlichen, kleinen Bus statt meinem Auto, einem guten Fernglas und einem Orientierungsworkshop mit Karte und Kompass. Leihweise, im Austausch, gesponsored oder zum kaufen.

Eure und Ihre Sandra Plazibat

Auf dem Bild ist das Vranjsko Jezero, ein See und Naturpark in der Nähe von Zadar

Ein Tag im Naturkundemuseum Karlsruhe – über Forschung, Natur und Wirtschaftlichkeit

Ausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft

Im Karlsruher Naturkundemuseum läuft derzeit die Sonderausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft. Dort habe ich gestern einen Fortbildungstag eingelegt. Sehr entgegen kommt mir, dass das Lernen auf fast alle Sinne angelegt ist. Es gibt viel zu hören, zu sehen und anzufassen. Anhand von Globusen wird die Welt dargestellt, wie sie sich über Millionen von Jahren entwickelt hat. Vom Feuerball, hin zu einer Eiswelt mit schmalem Ozeangürtel, dann dem einen Superkontinent bis zu unseren heutigen Kontinenten mit den Unmengen an Meer. Windkantige Steine und Vulkanbomben sowie versteinerte Haselnüsse gibt es in den Vitrinen zu sehen. Auf einer Kugel wird ein Film abgespielt, der über die verschiedenen Spähren unserer Welt informiert z.B. die Atmosphäre oder die Antrophosphäre. Das Ganze leitet so prima auf den letzten Teil der Ausstellung hin. Es geht dort darum, wie sich unser Verhalten auf die Erde auswirkt, beispielsweise, dass die Meere übersäuern . Was das genauer bedeutet, kann man sich erklären lassen, indem man mit einem altmodischen Telefon einen Forscher anruft. Seine Nachricht wurde auf Band aufgenommen. So bekommt man auch den neuesten Stand der Forschungen mit, zum Beispiel, ob es möglich und wirtschaftlich ist das überschüssige Co2 im Meeresgestein einzulagern. Zur Veranschaulichung kann man dies mit einer Pumpe ausprobieren. Wie sich so ein Forscher in der Arktis fühlt, kann man in einer Polartomate nachempfinden. Der Besucher gelangt zu vielen Erkenntnissen bezüglich der Auswirkungen unseres Lebensstils auf die verschiedenen Spähren. Dazu gibt jede Forscherin Verbesserungsvorschläge, die man gerne annimmt, weil man den Zusammenhang nach der Ausstellung viel besser verstehen kann.

Eis weg – wir praktisch?

Vor kurzem habe ich eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, dass manche Schifffahrtsunternehmen es sehr praktisch finden, dass das Eis in den Weltmeeren abschmilzt. Warum? Die Transportwege verkürzen sich erheblich, dadurch werden die Transportkosten billiger. Aus unserer Kundensicht: Yer, mein Artikel kommt noch viel schneller an und die Versandkosten werden noch günstiger.
Hmmmm, bei mir hat dies es ein sehr flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Ein großes Stück unberührter Natur, gleich muss es genutzt werden. Können wir es denn nicht einfach mal gut sein lassen?
Wirtschaftlich kotzt mich manchmal so richtig an. Schon beim ersten Schiffsunglück geht diese Rechnung doch nicht mehr auf.
Nach der Ausstellung habe ich den Eindruck gewonnen, dass wir in wenigen hundert Jahren geschafft haben kaputt zu machen, was sich über Jahrtausende- und Millionen natürlich entwickeln durfte.
Jeder von uns ist gefragt, wir müssen anders rechnen und denken lernen. Gerade hier finde ich das Verständnis der „Gemeinwohlökonomie“ sehr richtig. Ich bin in meinem Artikel über VAUDE ein wenig darauf eingegangen.

Wenn ich mir überlege, ob ich meine Geschäftsreise mit dem Auto oder mit dem Zug mache, finde ich das ein sehr passendes Beispiel. Ich wäge ab zwischen dem Einsparpotenzial an Abgasen, meinem Geldbeutel, meiner Zeit und meinem Komfort. Mein individueller Anspruch gegenüber dem „Wohl der Allgemeinheit“. Meist hat eines der unterschiedlichen Argumente die Nase vorn.

DANKE von der Naturdenkpause

An dieser Stelle möchte ich es gut sein lassen und ein paar Worte zum Jahresabschluss an Sie richten.
DANKE an alle meine Follower, für euer Interesse an meinen Artikeln, das Teilen der Inhalte und euer Feedback.
DANKE an meine Kundinnen und Kunden, für Ihre Wertschätzung für meine Arbeit und die Freude, die ich bei meinen Angeboten für Sie erleben durfte.
DANKE an alle Wegbegleiter, die dieses Jahr zu einem sehr besonderen Grundsteinjahr für die Naturdenkpause gemacht haben.
Ich freue mich auf viele weitere bereichernde Naturcoachings und Naturauszeiten und meine Naturtour durch Kroatien 2020!

Auf bald, Ihre und Eure Sandra Plazibat





Luxusartikel Zeit

„Überstürzen Sie jetzt nichts. Die Sterne gönnen Ihnen den Luxusartikel Zeit. Insofern dürfen Sie auch bei größeren Veränderungen in Ruhe überlegen, was zu tun ist.“
Dieses Horoskop habe ich bis heute an meinem Kühlschrank hängen und es hat mich zu diesem Artikel animiert.
Gerade muss ich meinen PC-Virenscanner updaten. Was für mich immer gefühlt verschwendete Zeit ist, die ich nicht gerne investiere. Während ich eine Tour mit meinem E-Bike durch den Wald als gute Investition sehe und sehr gerne mache.

Luxusartikel? Wenn ichs mal ganz genau nehme gehört Zeit also in die Kategorie: Ferrari, Kaviar, Goldkette und Marmorfußboden. Ein interessanter Gedanke! Dann müsste es ja auch sowas wie eine Zeitbank geben. Gibt es glaub auch – im Grunde mache ich tagtäglich Zeitgeschäfte. Ich tue etwas und tausche dafür Zeit ein, sei es zur Arbeit zu gehen, zum Einkauf, in Urlaub fahren, Fernsehen, …. Manche Zeit scheint dabei anders zu bewerten zu sein z.B. Überstunden, die müssen ja wohl deutlich mehr wert sein, als 60 Minuten pro Stunde. Oder Weihnachtszeit, da muss irgendwie immer mehr rein passen und Urlaubszeit, ähnlich.
5 Minuten Zugverspätung sind in Deutschland meist ein großer Stressverursacher, während man in einem Land wie Tanzania lieber mal 1-3 Tage einrechnet bis der Bus kommt. Und was wenn einem nur noch wenig Zeit zu Leben oder mit einem lieben Menschen bleibt?! Dann wird einem bewusst wie wahr die Aussage ist, dass es sich bei Zeit tatsächlich um einen Luxusartikel handelt.

Ich möchte jetzt eine Brücke schlage zu meinen Themen wie Naturschutz und Nachhaltigkeit. Gerade kam die Nachricht, dass in Stuttgart ca. 80.000 To-Go Becher misamt Plastikdeckel täglich verwendet werden und man deswegen jetzt ein besonderes Pfandsystem einführen möchte. Mehrmals nutzen statt nur einmal. Da bin ich absolut dafür. Doch darauf möchte ich nicht hinaus.
Ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht und einige Gespräche geführt und bin zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gekommen:

Trinken Sie, statt „to go“ jeden zweiten Kaffee im Café, der Bäckerei, der Tankstelle vor Ort und setzen Sie sich hin. Trinken Sie Ihren Kaffee aus einem Kaffeebecher aus Porzellan und gehen dann weiter Ihres Weges. Nehmen Sie sich die Zeit.

… und jetzt, wo Sie wissen, dass es sich bei Zeit um ein Luxusgut handelt, können Sie diese Kaffeezeit vielleicht noch mehr genießen. Ich bin mir sicher ihre Welt, wird dadurch ein klein wenig besser werden. Probieren Sies aus.

Gerne möchte ich Ihnen noch besondere Bücher und einen Film zum Thema Zeit empfehlen: Die  Hörbücher„Zeit deines Lebens“ von Cecilia Ahern und „Momo“ von Michael Ende, sowie der Film „Haus am See“ mit Sandra Bullock und Keanu Reeves.

Genießen Sie die Herbstzeit, die Farben, den Wind, den Nebel und die Drachen!

Ihre Sandra Plazibat

„Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas gibt“ Ernst Ferstl.

Eine starke Unternehmerin – Firma Vaude

DAV Kletterhalle Friedrichshafen

Letzte Woche hatte ich das Glück eine Karte für die Live Sendung Leute heute des Radiosenders SWR1 zu gewinnen – mit Antje von Dewitz, der Geschäftsführerin von Vaude. Für diejenigen, denen Vaude nichts sagt, ein Outdoorbekleidungs und –equipment Unternehmen, mit Sitz in Tettnang am Bodensee. Ein Unternehmen welches sich hohe Nachhaltigkeitsziele setzt.

Die meisten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer die ich bislang erlebt habe, kommen in Kostümen und Anzügen, meist in grau, und sprechen mit einer Hand (betont) lässig in der Hosentasche.
Frau von Dewitz kam in kurzer Hose und T-Shirt ihres Unternehmens, und war lässig, humorvoll ,überzeugend und konzentriert. Sie kletterte sogar im Laufe des Abends an die Decke der Kletterhalle, wo die Veranstaltung stattfand.

Es ging darum wie man Mitarbeiter bezüglich Unternehmenszielen mit ins Boot holt, Beschäftigung von Flüchtlingen und Anfeindungen und vor allem die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens. Und auf diesen Teil möchte ich eingehen.

Ich nehme beispielhaft mal meinen Rucksack, den ich von dieser Marke habe. Als ich vor ca. einem Jahr in ein kleines Taschengeschäft hier in Pforzheim ging, wollte ich bei diesem Kauf sehr bewusst einkaufen. Ich benötigte einen Rucksack, der meinen Laptop abpolsterte, ich gut auf dem Fahrrad mitnehmen konnte, der möglichst lange hielt, genug Platz bot für mein Getränk und sonstiges Schreibzeug, ich hatte eine Preisvorstellung und  noch dazu sollte er mir gefallen.
Soviel zu den formalen Ansprüchen. Den Rucksack sollte ich mit gutem Gewissen tragen können.

Ich wurde zum Rucksack beraten und informierte mich auch noch selbst über das Etikett. Ich erfuhr, dass die Reissverschlüsse biobasiert waren und statt dem Mineraöl die Pflanzenfaser Rizinus beigemischt war. Statt Baumwolle, was in der Herstellung sehr viel Wasser verbraucht, war Hanf beigemischt worden. So etwas interessiert und begeistert mich. Ich bezeichne diesen Rucksack mal als ziemlich nachhaltig, auch wenn ich seit dem Vortrag weiss, dass biobasiert und bioabbaubar, nicht dasselbe ist.

Es geht bei Nachhaltigkeit unter anderem darum Ressourcen zu schonen und Co2 zu minimieren. Wie aktuell das Thema ist, haben Sie vielleicht vor ein paar Tagen im Radio gehört. Wir haben vor ein paar Tagen die Ressourcen aufgebraucht, die uns natürlicherweise zur Verfügung stehen und leben das restliche Jahr auf Pump.

Wie Vaude konkret diesen Themen begegnet ist: Papierverbrauch im Unternehmen auf ein Minimum zu reduzieren, und weitestgehend Recyclingpapier zu verwenden. Flugreisen erst ab ca. 600 km zu genehmigen und zu belohnen wer mit dem Fahrrad ins Geschäft kommt. Strom komplett auf natürlichen Strom umzustellen, den gesamten Co2 Fußabdruck des Unternehmens zu erfassen und über klimaneutrale Projekte auszugleichen.
Hört sich erstmal nicht spektakulär an? Doch ich glaube schon. Wer kann mit diesen Maßnahmen im privaten Bereich mithalten? Klopapier aus Recycling, Ökostromanbieter, Kurzfahrten mit dem Fahrrad, Verzicht auf günstige Flugreisen.

Antje von Dewitz spricht davon, dass Preise von Waren nicht die ökologische und soziale Wahrheit sagen. Und sie sagt, und das überrascht mich, dass ein wichtiger Antreiber für sie Angst ist.

Ihr macht die Entwicklung dieser Welt, die Zerstörung durch uns, Angst und sie schafft es diese Angst in Handeln umzusetzen. Sie schaut mit Stolz auf den Weg den Sie mit dem Unternehmen und ihren Mitarbeitern bislang geschafft hat und Sie schaut nach vorne und sieht, dass es noch viel zu tun gibt.

Mich hat Frau von Dewitz beeindruckt. Ich kam aus der Halle sehr kraftvoll aufgeladen und motiviert. Ich übernehme einiges für mein eigenes Unternehmen und Privatleben. Wenn Sie noch etwas mehr über den Vortrag erfahren möchten, schauen sie sich den LiveStream in der Mediathek von SWR1 an vom 23.07.2019.

Ihre Sandra Plazibat

Ideen für eine Naturauszeit

Rheinauen Karlsruhe

Aufgeladen und voller Energie kehre ich nach einem erfüllten Tag nach Hause zurück. Mein erstes Tagesziel war heute das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört, www.natzka.de. Da es wider Erwarten erst um 12 Uhr öffnete, hatte ich davor noch Zeit auf eigene Faust in die Natur zu stapfen.
Der Wald, mit Wildgehe, dort hat eine sehr schöne Atmosphäre. Auf mich beruhigend. Ich lief los und gelangte an einen tollen Waldsee. Auf einer Bank mit Blick auf einen gegenüberliegenden Steg nahm ich Platz. Gegenüber war übrigens eine Kindergartengruppe voll in Aktion.
Ich erblickte wunderschöne Seerosen. Je länger ich saß, je mehr kam zum Vorschein. Turtelnde Libellen, ein Krebs im Wasser und eine kleiner Schwarm Fische. Ein Gespräch mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin und Gassigeherin vom nahegelegenen Tierheim führte ich auch.
Ich solch herrlicher Umgebung machte ich eine kurze Meditation und führte im Anschluss ein Telefonat, bereitete eine Besprechung vor sowie die kommende Naturauszeit für meine Kunden.
Nach einer ganzen Weile machte ich mich auf den Weg zum Naturschutzzentrum. Da ich noch etwas Zeit hatte, kletterte ich noch auf einen Aussichtsturm für Naturliebhaber, der für die Wildbeobachtung da ist. Ich las ein wenig und kam kurze Zeit später mit einem sehr fürsorglichen Hundebesitzer ins Gespräch. Kurz vor Schichtbeginn ging er noch auf eine Gassirunde und schwärmte mir von der Natur hier vor und gab mir noch einen tollen Tipp für einen Biergarten in der Nähe. Dem Hund gefiel es offensichtlich auch sehr, denn er gab sein bestes um nicht nach Hause zu müssen , z.B. „so tun als ob ich dich nicht gehört habe“ gefolgt vom „kannst du diesen Hundeaugen widerstehen Blick – Blinzel Blinzel“
Doch der Schichtbeginn nahte und Herrchen musste gehen.

Weiter zum Naturschutzzentrum. Dort saß ein junger Mann an der Kasse und erklärte mir, dass der Eintritt kostenlos ist. Es ist eine Ausstellung, welche über 2 größere Räume verteilt ist. Der untere Raum ist mit Spielen für Kinder geeignet. Schwerpunkt Oben ist die Veranschaulichung der Besonderheiten und die Entwicklung der Natur in den Rheinauen z.B. ein Fluss- und Gesteinsmodell oder ein nettes Spiel zum Erraten der verschiedenen Tierstimmen der Naturbewohner. Ebenso wie Hinweise auf die Auswirkungen durch menschliches Einwirken.
Über das Jahr gibt es dort ein buntes Veranstaltungsprogramm. An der Kasse kaufte ich mir noch ein kleines, sehr feines Buch über den Klimawandel sowie erhielt drei kostenlose Naturposter.
Nach dem Mittagessen in besagtem Biergarten, spazierte ich am Rhein Strandbad vorbei und kam zu einer faszinierenden Gegend, siehe Bild.
Es gibt dort einige Arme vom Rhein, für mich passte der Ausdruck Sumpf See ganz gut. Ich verweilte dort eine ganze Weile. Es herrschte dort so eine Lebendigkeit! Unterschiedlichste Töne: Quaken, Gekreische, Gesumme, Geschnatter,…. Ich erblickte einen Graureiher, und Biber oder Otter in einem Baumstamm. Die anderen Tiere hörte ich nur und meine Phantasie wurde beflügelt. Ähnlich dem Spiel mit den Tierstimmen im Naturschutzzentrum, nur in Live und ohne Auflösung. Und das Ganze nur 200 m von einem Freibad entfernt. Daran kann man sehen, dass es durchaus Sinn macht, auch die Menschen mal hinter einen Zaun zu sperren, damit die Tiere ihre Ruhe haben:-)
Ich spazierte noch ein wenig weiter und hatte dort die Möglichkeit meine Füße im Rhein abzukühlen. Erinnerungen an meine Kindheit und einen Stausee in Kroatien kamen hoch, während kleine Fische meine Füße beäugten und ein besonderer Baum mir den Rücken stärkte.

Ich wünsche Ihnen auch bald so einen schönen Tag! Gerne buchen Sie Ihre persönliche Naturauszeit oder ein Naturcoaching bei mir. Aktuelle Termine finden Sie auf meiner Homepage.
Ihre Sandra Plazibat


Aus workandsoul.info wird naturdenkpause.com

Der Reifungsprozess zum neuen Homepagenamen ist abgeschlossen. Viele Überlegungen, Beratungsgespräche mit Vertrauten und sachkundigen Personen, schlaflose Nächte und eigene Naturdenkpausen liegen hinter mir.
Es war nicht so leicht sich von workandsoul zu trennen, vertrat es doch einige Jahre meine Arbeitsweise beim beruflichen Coaching so gut. Danke dafür.
Die Naturdenkpause umfasst jetzt meine neue Unternehmensausrichtung des Naturcoaching und der Naturauszeiten sehr gut.
Sie können sich mit mir sowohl eine bewusste Pause „für“ das Denken, als auch „vom“ Denken nehmen.

Zum obigen Bild wurde ich im Übrigen durch eine aktuelle Fernsehdokumentation inspiriert. Wussten Sie, dass z.B. in Tomatengewächshäusern in Belgien gezüchtete Hummeln zum Bestäuben der Tomatenblüten eingesetzt werden? Menschen würden bei der Menge an Pflanzen mit der Handbestäubung nicht hinterherkommen.
Oder das Apfelzüchter ihre Ertragsmenge auf natürliche Weise erhöhen können, wenn Sie gezielt Bienenstöcke auf Ihren Feldern einsetzen und dafür lieber auf Pestizide verzichten.

Ich wünsche Ihnen schöne Osterfeiertage.
Ihre Sandra Plazibat

Kleine Heldentaten

„Als ob ICH groß die Welt verändern kann ?!“
„Wie wärs, wenn du einfach mit einer kleineren Welt anfängst.“

Gesammelter Müll am Saustallweg in einem Pforzheimer Wald

Natur in der Stadt

Frankfurter Skyline im Hintergrund, mit einem Baum davor und viel grün.
Frankfurter Skyline aus Sicht der Natur.

Gestern war ich einem Waldstück im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen unterwegs. Es war ein sehr interessante Erfahrung wie Menschen die Natur suchen und brauchen. Als Hundebesitzerin fielen mir natürlich die vielen Hunde auf. Ein Hund wird Sie zur Natur in der Stadt lotsen. Ihr Blick verändert sich, denn Sie brauchen ja geeignete Löseplätze und Spaziermöglichkeiten.
Ein Restaurant mitten im Wald war ebenfalls ein interessanter Schauplatz. Gestern war ja Frühlingsanfang und tolles Sonnenwetter. Es gab ungefähr 25 Tische. 5 davon war in der Sonne. Viele die kamen, hielten ganz offensichtlich nach einem Platz in der Sonne Ausschau. Eine Gruppe bat die Bedienung darum Tische in die Sonne stellen zu dürfen, doch dies erlaubte die Mitarbeiterin nicht „weil dann ja jeder kommen kann“. Die Gruppe ging wieder. Nochmal bekam ich so eine Anfrage mit, wieder weigerte sich der Mitarbeiter. Ich hatte Glück, denn ich hatte einen Sonnentisch ergattert. Es gesellten sich 2 Freudinnen zu mir. Sie hatten beide heute frei und wollten eigentlich zusammen in der Innenstadt frühstücken. „Doch, dort gab es nur Tische draußen, die im Schatten standen, und so sind wir hierher gefahren.“
In der ganzen Zeit überflog uns gut hörbar und spürbar ca. alle 5 Minuten ein Flugzeug.
Ich freute mich darüber, dass ich mich davon kaum gestört fühlte. Als das Flugzeug weg war, freute ich mich über das Blätterrascheln oder die warme Sonne in meinem Gesicht. So erging es mir auch am nahegelegenen See. Zunächst übertönte das Flugzeug meine Gedanken und im nächsten Moment war es eine Ente die am Lautesten war. Oder die Freundesgruppe aus Italien, der es mit der neuesten Technik wichtig war ein gemeinsames Bild vor dem See zu machen. Das Smartphone fotografierte per Selbstauslöser von der Bank aus. Gerade noch rechtzeitig, bevor die ältere Frau mit der Gehhilfe die Bank erreichte. Sie musste sich ganz offensichtlich ausruhen. Doch kaum saß Sie, fing Sie mit Ihren Füßen zu wippen an, wie ein junges Mädchen dass nicht stillsitzen kann. Es war ein herrlicher Anblick, machte mich fröhlich und friedlich.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling! Gerne unterstütze ich Sie mit einer individuellen Naturauszeit dabei.

Ihre Sandra Plazibat

2 Enten im See. Eine davon schaut zu, wie die andere das Schwänzchen in die Höhe reckt.
A propos fröhlich. An welches Kinderlied denken Sie?






Anleitung für ein Natur-Vision-Board

heidi brandauer natur vision board
Foto by Heidi Brandauer 2019

Ich freue mich sehr, dass Heidi Brandauer, meine Kollegin aus dem Naturcoaching, einen Gastbeitrag für Sie geschrieben hat. Sie ist derzeit national und international in der Natur unterwegs und sammelt Erfahrungen, knüpft Kontakte und betreibt Recherche zu Arbeitsweisen in und mit der Natur.

Heidi: „Heute erfahren Sie, wie Sie ihre Ziele und Wünsche für 2019 mit Hilfe des Natur-Vision-Boards sichtbar machen können.
Ich habe die Methode selbst mal bei einem Spaziergang auf der Schwäbischen Alb ausprobiert. Und bin selten so inspiriert von einem Spaziergang wieder zurückgekehrt :)“

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Geben und Nehmen – Schwarz und Weiss

Bild: Bea von Borcke, Naturcoach, 2018

Welch wunderschöne Winterpracht,
die aus der Landschaft Wunder schafft.
Sie weckt ganz sanft die Hoffnung, still,
an die ein jeder glauben will.
Verzaubert und deckt leise ein –
wie einfach können Wunder sein.

Sandra Plazibat, Naturcoach, 2018

Eine Kollegin schickte dieses Bild in unsere Arbeitsgruppe und ich wurde inspiriert zu diesem Gedicht. Ich poste es jetzt auf meinem Blog und Bea wird mein Gedicht beim Waldbaden vortragen. Ich liebe derart Zusammenarbeit. In meinem Verständnis ist sie fair und besteht aus einem Geben und Nehmen. So wie ich es dieses Jahr sehr bewusst erlebt und gelebt habe.
Fairness ist mir schon immer sehr wichtig. Beim Fußball rege ich mich immer über Schwalben auf, sprich ein Spieler täuscht ein Foul vor, lässt sich fallen, bekommt auch noch einen Elfmeter und gewinnt dann auch noch mit einem Tor Vorsprung das Spiel. Unfair! Beschiss! Unmöglich! Das geht doch nicht! Das würde ich nie tun! Weiterlesen

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