Warten bis meine Seele nachkommt

Geschichte: Ein Indianer fährt das erste Mal in seinem Leben in einem Auto mit. Er scheint die Fahrt zu genießen und sieht sich alles, was am Fenster vorbeifliegt, mit großen Augen interessiert an. Nach ungefähr zwanzig Minuten sagt er: „Bitte halten Sie an, ich möchte aussteigen.“ Der Fahrer sieht ihn verwundert an. „Aber wir sind doch noch garnicht am Ziel!“ Was wollen Sie hier? Hier ist doch nichts.“ Die nächste Stadt ist noch mindestens vierzig Kilometer entfernt.“ Doch der Indianer lässt sich nicht von seiner Entscheidung abbringen. Der Fahrer hält also an und lässt ihn aussteigen. „Und was, um Himmels willen, wollen Sie jetzt hier machen?“, fragt er, während sich der Indianer an den Straßenrand setzt.
„Warten, bis meine Seele nachkommt.“

Wenn Menschen meine Angebote buchen, dann wünschen Sie sich folgendes „zur Ruhe zu kommen“, „zu mir zu kommen“, „auf meine innere Stimme zu hören“, „den Kopf/die Gedanken abschalten“, „mich sortieren“, „Zeit für mich zu haben“.
Dafür ist eine Aus-Zeit nötig. Ein Aus-Steigen. Aus dem üblichen Trubel, Trott, Alltag, dem Strudel,…
Sich Zeit zu nehmen Erlebtes zu verarbeiten und zu integrieren. Ich beziehe dies vor allem auf emotionale Erlebnisse. Die innere Arbeit.
Nach einem Jahr wie diesem ist es vermutlich gerade an der Zeit, sich Zeit zu nehmen, damit die Seele nachkommen kann. Auszuwerten was war und wie es sich angefühlt hat. Die Veränderungen zu würdigen. Ich befürchte wir gehen recht unreflektiert in die Aktionsphase über und dann ist es halt irgendwann zu spät.
Es braucht Mut auf die Stopp oder Pause – Taste zu drücken. Mut, auszusprechen, dass es nicht weiterlaufen soll wie vorher.
Braucht es dafür besonders mutige Menschen? Nein, es braucht Menschen die trotz dessen, dass sie Angst verspüren und unsicher sind, einen Versuch wagen. Und genau diese Menschen können die Unterstützung anderer mutiger Menschen sehr gut gebrauchen.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass weiterhin soviele Vögel zu hören und zu sehen sind, weiterhin weniger geflogen und Autogefahren wird, es ruhiger zugehen darf und Menschen weiter Gefallen an Zeit in der Natur haben. Ich habe mir vorgenommen mutig zu bleiben und mich so oft es geht zu zeigen, so wie ich bin.

Ihre und Eure Sandra Plazibat von der Naturdenkpause






Wie wir Abenteuer bestehen – Die Heldenreise

Heute möchte ich euch etwas von der „Heldenreise“ erzählen. Ich bin mir sicher, ihr koennt euch daraus Stärke und Unterstützung für Herausforderungen in eurem Leben ziehen.
Kennengelernt habe ich die „Heldenreise“ oder auch „Monomythos“ in meiner Weiterbildung zur Naturcoachin. Sie geht auf Joseph Campbell zurück. Somit wisst ihr zu welchem Schlagwort ihr suchen könnt, wenn euch mehr interessiert. Ich möchte es möglichst praktisch erklären und benutze überwiegend die alltagsnaheren Begrifflichkeiten die ich bei André Lorino, Seminarhaus Wandelhaus, kennengelernt habe.
Es hilft in vielen Lebenslagen!

Welche Phasen erleben ein Held und eine Heldin?
Ein Held oder eine Heldin, sei es Harry Potter, Indiana Jones, Pipi Langstrumpf, der träumende Delfin Danijel oder die Ein-Armige Surferin Bethany Hamilton, durchleben alle ähnliche Phasen ihrer Abenteuer.
Da ich den Film „Soul Surfer“ sehr beindruckend finde, dort wird das Abenteuer von Bethany Hamilton verfilmt, moechte ich dieses als Beispiel nehmen.
Ich werde mich dabei auf ein paar Stationen der „Heldenreise“ konzentrieren, die für die Erklärung heute und hier ausreichend sind (finde ich).
Laut Joseph Campbell beginnt eine Heldenreise mit dem „Ruf des Abenteuers“ – in Bethanys Fall folgender: Bethany ist eine junge Frau die leidenschaftlich gerne surft, sie kann sich nichts Schöneres vorstellen, sie ist talentiert, ihr Vater ist ihr Trainer und ihre Familie steht voll hinter ihr. Sie möchte Profisuferin werden. Alles ist perfekt. Bis sie eines schönes sonnigen Tages ein weiteres, meeresliebendes Lebewesen, ein Hai angreift und ihr den Arm abbeist. Sie überlebt den Angriff nur knapp. Für uns Heldinnen und Helden kann dies der Tod eines geliebten Menschen, ein unerwartetes Stellenangebot und auch die Geburt eines Kindes sein.
Oft erfolgt dann zunächst eine „Weigerung“ etwas anzunehmen. Im Falles der Surferin wird dies am Beispiel einer Armprothese im Film sehr deutlich. Es soll so werden wie es war. Doch die Armprothese passt nicht. Sie ist anders als der Arm aus Fleisch und Blut und kann ihr das Leben von früher nicht zurückbringen. Ihr Hund spürt das und beisst hinein:-) Für uns Heldinnen und Helden kann es bedeuten, dass wir nicht zur Beerdigung gehen möchten, das Stellenangebot zunächst ablehnen, oder nicht bereit sind unsere Hobbies oder Arbeitspensum zu reduzieren.

Irgendwann sind wir bereit für „Das Überschreiten der ersten Schwelle„. Wir überwinden uns und sind bereit loszumarschieren. Bethany sagt da zu ihren Eltern, dass sie wieder Surfen möchte. Und es folgt der Tag, an dem sie das erste Mal wieder auf ihrem alten Surfbrett steht. Nach unzähligen Malen, die sie ins Wasser fällt, bleibt Sie irgendwann darauf stehen und surft ein Weile auf ihren geliebten Wellen. Wir Heldinnen und Helden schlafen vielleicht das erste Mal wieder im gemeinsamen Schlafzimmer des verstorbenen Partners, gehen ins Büro der Chefin und unterschreiben den neuen Arbeitsvertrag oder melden uns im Babyschwimmen an statt ins Fitnessstudio zu gehen.

Nun beginnt „der Weg der Prüfungen“ es treten Probleme auf die einen fordern und manchmal zu überwältigen drohen (die „tiefste Höhle„, die auf uns wartet). Bethany rollen die Tomaten vom Schneidebrett, ein Fotoshooting für Bikinimode macht ihre beste Freundin nun allein, sie wird angestarrt und weiß nicht, was sie mir ihrem Leben jetzt anfangen soll. Sie ist regelmäßig mut- und ratlos. Doch auch Verbündete, Helfer und Mentorinnen oder Mentoren sind in dieser Zeit an unserer Seite. Neue oder Alte. Wir Heldinnen und Helden müssen zum Beispiel das erste Weihnachtsfest ohne die geliebte Person überstehen, das erste Mal einen Mitarbeiter kündigen oder mit unserem kranken Kind in die Notfallaufnahme.


„Die endgültige Segnung“ oder „die Belohnung“ . In dieser Phase geht es um den Empfang oder die Eroberung eines Heilmittels oder Schatzes. Diese tragen dazu bei, die ursprüngliche Welt aus der wir aufgebrochen sind, zu retten oder ich sage mal besser zu machen. Das Heilmittel oder der Schatz muss kein Gegenstand sein, es kann sich um eine Erfahrung handeln.
Bethany, die einarmige Surferin, reist mit einer Hilfsorganisation in ein armes Land, welches soeben überflutet wurde. Es herrscht Chaos, Angst und Verzweiflung vor, dass ihr ein Arm fehlt bemerkt dort kaum jemand. Sie wird gefordert sich auf das zu konzentrieren was sie hat. Sie verteilt Lebensmittel und spendet Trost. Eines Tage fällt ihr ein kleiner Junge auf der sich nicht ins Wasser traut. Seit der Überflutung verbindet er Böses mit dem Meer. Ihre Gruppenleiterin, ihre Mentorin, erklärt Bethany, dass die Kinder und Erwachsenen durch das Erleben traumatisiert sind, da niemand ins Wasser möchte. Durch ihre Liebe zum Meer und dem Surfen, welche Bethany noch immer in sich trägt, ein Schatz und Heilmittel aus früheren Heldenreisen, lockt sie den Jungen behutsam auf das Surfbrett. Am Ende reiten Sie gemeinsam eine kleine Welle und der Junge lacht herzlich. Das ganze Dorf ist zu Tränen gerührt und applaudiert. Und nach und nach kommen mehr Kinder und Erwachsene ins Wasser.
Wir Heldinnen und Helden schreiben vielleicht ein Lied, mit welchem wir unsere Trauer verarbeiten und teilen es mit anderen in einem Konzert. Es wird dabei zu einem Trostlied für andere in den schwarzen Stunden. Oder wir werden zum Teamleiter oder der Teamleiterin des Jahres gekürt, weil durch unsere Engagement ein Betriebskindergarten eingeführt wird oder Mitarbeiter wieder gerne ins Geschäft kommen. Oder unser Kind malt sein erstes Bild für uns und wir schauen beim ersten Fußballspiel unseres Kindes zu. Den Geschäftsabschluss haben wir der Kollegin oder dem Kollegen überlassen, da die Sitzung auch wichtig und dringend Sitzung war.

Der Rückweg“ und die „Rückkehr zum Alltag“ . 2 Phasen. Auf dem Rückweg können bekannte Zweifel oder bekannte Schwierigkeiten nochmals auftauchen. Wir kommen dann in einem Alltag an, in dem wir wieder sehr gut zurechtkommen und uns sicher fühlen. Wird es Bethany gelingen wieder unbesorgt zu surfen? Welche Rolle wird ihre Angst vor einem erneuten Haiangriff spielen?
Eine ganz praktische Lösung kann Bethany jetzt umsetzen. Ihr Vater befestigt ein Halteseil am Surfbrett – diese Lösungsidee ist ein Schatz von der Reise. Vorher konnte sie das Hilfsmittel garnicht annehmen. Sie kehrt zum Alltag zurück und nimmt wieder sehr erfolgreich an Wettkämpfen teil. Sie wird zum Vorbild für viele Menschen auf der ganzen Welt – und damit beginnt eine neue Heldenreise für sie.
Für uns Heldinnen und Helden kann dies bedeuten, dass wir uns wieder neu verlieben und eine neue Beziehung eingehen, uns zutrauen im Geschäft eine neue Aufgabe zu übernehmen z.B. selbst Führungskräfte auszubilden oder eine neue Abteilung aufzubauen oder wir entscheiden uns für ein weiteres Kind und wollen nochmal Eltern werden.

Es gibt Heldenreisen im Kleinen und Großen. Weihnachten kann so eine Heldenreise sein. Und ich finde jeder Einzelne Tag ist es! Ich hoffe, dass dieses Modell Ihnen und Euch eine Stütze sein kann. Ich bin es gerne weiterhin mit der Naturdenkpause!
Meldet euch im neuen Jahr für ein Naturcoaching mit mir, wenn ihr Rückenwind für neue oder bestehende Heldenreisen benötigt und meldet euch für eine Naturauszeit, wenn ihr zur Ruhe kommen möchtet.

Eure Sandra Plazibat von der Naturdenkpause

Was ist Waldbaden?

Seit ein paar Jahren ist es „in aller Munde“ – das WALDBADEN. Ich gehe zu oft davon aus, dass man es inzwischen kennt. Doch ich treffe immer wieder Natur – und Gesundheitsinteressierte, die davon noch nie etwas gehört haben.

Wo kommt Waldbaden her und wie wirkt es?
Waldbaden kommt aus Japan und ist die Übersetzung für die japanische Bezeichnung „Shinrin Yoku“ – „Shinrin“ für Wald und „Yoku“ für Bad.
Japan besteht zu 67% aus Wald und dort liegen die Wurzeln der sogenannten Waldmedizin – „forest medicine“ und als Begründer des Waldbadens wird ein Dr. Qing Li, Professor an der Nippon Medical School in Tokyo angesehen. Er forscht mit seinem Team seit 2005 im Feld der gesundheitlichen Wirkung von Natur auf den Mensch. Blut und Urin seiner Studienteilnehmer werden beispielsweise auf natürliche Killerzellen und weitere Paramenter hin untersucht nachdem sie regelmäßige Aufenthalte in der Natur verbracht haben. Er konnte sogar positive Zusammenhänge mit der Nichtentwicklung von Krebs bei gesunden Menschen durch die Erhöhung der natürlichen Killerzellen nachweisen nach Waldbaden.
„Es stärkt das Immunsystem, wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus, verleiht mehr Energie, lindert Ängste, Depressionen und Wut, reduziert Stress (Cortisolspiegel) und kann einen entspannten Zustand herbeiführen.“
Deshalb empfiehlt Dr. Qing Li Aufenthalte im Wald. In seinem Buch schreibt er: „Es ist kein Sport, kein Wandern oder Joggen. Man hält sich einfach in der Natur auf und tritt mit allen fünf Sinnen mit ihr in Kontakt.“ Er vermittelt in seinem Buch „Die wertvolle Medizin des Waldes“ herrlich unkompliziert und mit schönen Bilder versehen die Waldmedizin und die Praxis des Waldbadens.
Die Japaner verfügen mittlerweile über 60 zertifierte Waldtherapiezentren.

Wie läuft Waldbaden ab?
Zunächst mal es muss sich nicht nur im Wald abspielen, sondern kann auch in Parks, auf Wiesen, am Wasser stattfinden. Auf jeden Fall eine Umgebung, in der die Natur spürbar ist und möglichst wenig von Abgasen durchsetzt, Autolärm gestört oder vom Blick auf Industrie/Gebäude getrübt.
Sie können es komplett selbst gestalten, in ein „Waldbadezimmer“ fahren z.B. nach Bad Wildbad auf dem Sommerberg, oder sich von einer fachkundigen Person anleiten lassen, wie zum Beispiel mir. Einige Elemente sind Bestandteil einer guten Waldbadezeit : Besser als garnicht sind schonmal 20 Minuten, ein richtiges Bad dauert eher 2 Stunden. Um all ihre Sinne zu öffnen, machen Sie dafür hilfreiche Übungen z.B. unterschiedliche Farben entdecken oder unterschiedliche Formen, Baumrinde oder Blätter tasten, auf Vogelstimmen hören, Brombeeren auf der Zunge zergehen lassen, ein Weile auf einem Baumstamm oder einer Decke liegen, entspannen und atmen. Um Wissen geht es dabei nicht. Alles was dazu beiträgt bei sich und der Natur anzukommen. Sie werden eingeladen einiges auszuprobieren.

Wer kann Waldbaden anbieten?
In Deutschland gibt es eine Akademie für Waldbaden die ausbildet, Naturcoaches, NaturführerInnen, NaturpädagogInnen, WanderführererInnen -Gesundheit und einige mehr bieten Waldbaden inzwischen an. Neben der fachlichen Eignung sollte die Sympathie stimmen, damit sich auch darauf einlassen können. Sie werden schnell merken, ob die Person einen Bezug zur Natur hat oder dies nur anbietet, weil es sich um einen Gesundheitstrend handelt. Dies macht den Unterschied. Den Rest können Sie getrost der Natur überlassen:-)

Noch ein Termin: Am 8. Dezember findet im Naturheilverein Pforzheim der Vortrag „Heilender Wald“ einer Ärztin statt.

Ihre Sandra Plazibat – Naturdenkpause

Bericht über Waldauszeit in Pforzheimer Zeitung

5. Juni – Tag Der Umwelt

Hallo zusammen. Gestern war ich in der wunderschönen Monbachschlucht bei Bad Liebenzell -im Nordschwarzwald- unterwegs. Es war ein herrlich verregneter Tag. Bei Regen hat die Natur einfach eine sehr besondere Qualität die ihr verpasst, wenn ihr aus dem Fenster schaut und entscheidet – heute lieber nicht raus. Es waren auch einige Menschen unterwegs doch längst nicht soviel wie am Wochenende an sonnigen Tagen. Ein ziemlich großer Vorteil wie ich finde. Doch den heutigen besonderen Tag möchte ich nutzen um über ein Herzensthema zu schreiben. Den Müll in der Natur.
Ich schätze meine Ausbeute von gestern in der Monbachschlucht: 1 Bierflasche, 1 Mischbierflasche mit abgeschlagenem, scharfkantigem Flaschenhals, 20 Bonbonpapiere, 1 Lutscherstiel, 4 Folienverpackungen von Trinkröhrchen, 1 Tampon, 1 Energy Dose, 1 Scherbe, 1 undefinierbares Keramikteil, 3 größere Stücke Plastikfolie, 3 Plastikbecher, 3 Scherben, 1 Verschlussclip aus Plastik, 1 Verpackung. Dazu noch geschätzt 30 Taschentücher (die hab ich liegenlassen, des Ekels wegen).
Diese Sachen lagen teilweise auf dem Weg, waren schon überwachsen, oder ich kletterte ein wenig die Böschung hoch oder über den Bach um sie zu holen.
Ich stelle mir dann immer vor wie die Dinge aus Versehen aus der Hosentasche fallen, wenn sich jemand ein Taschentuch rausholt. Das kann passieren, es hat sich schnell. So passiert es mir auch manchmal mit meinen Hundentüten. Ich habe sie inzwischen auf kompostierbare umgestellt.
Und dann gibt es noch dieses Bild, dass sich die Leute Alkohol mitnehmen auf ihren Ausflug, das Bierchen genießen um es dann über den Rücken in den Wald zu schleudern. Manchmal bleiben die Flaschen dabei ganz, manchmal gehen Sie kaputt und hinterlassen sehr viele Scherben in der Natur.

Ich störe mich am Anblick des Mülls und viele andere Naturliebhaber auch. Er landet auch im Wasser und auch Tiere essen das glitzernde Etwas. Vögel polstern mittlerweile ihre Nester schon mit Müll.
Auf den Seiten des Alpenvereins habe ich eine interessante Statistik zur Haltbarkeit von Müll gefunden. Die Zahlen beziehen sich auf die Umweltbedingungen in den Bergen. Ordne den Produkten die entsprechenden Jahre zu:
1. Bananenschale, 2.Taschentuch, 3. Zigarettenstummel, 4. Plastiktüte, 5. Plastikflasche.
A. 120 Jahre (Botschaft für meine Ur-Enkel), B. 1-5 Jahre, C. 2-7 Jahre D. 1-3 Jahre E. 500 -1000 Jahre (Botschaft für meine Ur Ur Ur Ur-Enkel)

Dazu kommt, dass sich zum Beispiel aus den Zigaretten oder Taschentüchern die chemische Stoffe lösen und in die Umwelt gelangen. Vor allem bei Zigaretten scheinen die Raucher der Meinung zu sein, die Filter seien Bio und kein Abfalls. Zum Test: Einfach mal reinbeißen und schmecken lassen:-)

Lösung: 1D, 2B, 3C, 4A, 5E

Gestern habe ich mir ein Hörbuch gekauft: „Der Klima-Appell des Dalai Lama an die Welt“ Ich bin gespannt auf seine Gedanken zum Umweltthema.

In diesem Sinne: Bleiben wir freundlich und bleiben wir aktiv. Jede Aktion zählt!
Ihre/Eure Sandra Plazibat von der Naturdenkpause


Für die WElt bist du Jemand, für Jemanden bist du die WElt

Hallo Ihr Lieben,
vor ziemlich genau 10 Jahren saß ich auf einem kraftvollen Platz inmitten der Plitvicer Seen in Kroatien. Es war ein Tag, wie es sie manchmal gibt. Ich war einfach da und einfach zufrieden. Völlig bei mir und verbunden mit der Natur. Kennt ihr das? Tage an denen ihr sagen könnt, „wenn ich heute sterbe, ist das völlig OK“ Ganz ohne Angst und im „Wissen“, dass ich ein Teil des großen Ganzen bin. Während ich dort war, dachte ich an meine Tante und meinen Onkel. Personen, die in meinem Leben, eine besondere Rolle gespielt haben und zu diesem Zeitpunkt tot waren. Und während ich so da saß, landeten diese zwei Schmetterlinge auf meiner Hand….. und dazu passend möchte ich euch heute, dieses Gedicht an die Hand geben. Inmitten der Zeit, wo Statistiken Tote runterzählen und liebende Menschen diese Zahlen in Blumen verwandeln. Möge das Gedicht und das Bild euch ein kleines Geschenk überreichen, welches ihr gerade gebrauchen könnt. Alles Liebe, Sandra Plazibat – Naturdenkpause

Gedicht: Wer Schmetterlinge lachen hört

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken
der wird im Mondschein, ungestört
von Furcht die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein, ungestört
Von Furcht die Nacht entdecken.

Wer mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.

Carlo Karges – 1951 – 2002, Gründungsmitglied der Band Novalis, in Anlehnung an ein Gedicht des Dichters Novalis 1772 – 1801

Naturtour Kroatien – Teil 2

Wer eine Reise tut, kann was erzählen. Diesmal: Ich habe bei dem Gewinnspiel gewonnen, von dem ich im Teil 1 berichtet habe. Bei Antenne 1. Unglaublich.
Dadurch mache ich eine Wanderung auf meiner Reise, von welcher ich mich – aus Bugdet-Gründen- schon verabschiedet hatte. Ich kann es noch immer kaum glauben und freue mich rießig! Danke Hitradio Antenne 1!!!

NaturTour durch Kroatien – Teil 1

Das Abenteuer
Das Abenteuer hat begonnen. Im April und Mai diesen Jahres reise ich durch Kroatien. Ich bin mitten in den Vorbereitungen, der Vorfreude und den Befürchtungen. Die Reise hat spürbar vor der Reise begonnen. Und plötzlich spüre ich Muffensausen, nur noch 2 Monate, war sie doch im letzten Jahr noch Lichtjahre entfernt.
Ich erfülle mir mit dieser Reise den Teil eines großen Traumes. Ich wollte schon immer mal ca. 1 Jahr in Kroatien leben oder ein paar Monate im Ausland sein.

Natürlich genau dann, wenn die Bedingungen dafür optimal sind.
Und zur Zeit sind nicht optimal, doch sie sind gut und die Zeit ist reif. Genau jetzt. Und wann immer ich so richtig mit mir verbunden bin, dann weiss ich es ganz genau.
Es geht bei der Reise irgendwie um meine kroatischen Wurzeln, die Herkunft meiner Eltern und die Natur in Kroatien.

Einzelne Schritte
Was tue ich so dafür?
– Ich habe mich inzwischen als Volunteer in drei National-/Naturparks in Kroatien beworben
– Ich lese einen wunderschönen Naturbildband von Goran Šafarek den ich mir extra aus Kroatien bestellt habe
– Ich ziehe immer wieder eine besondere Reisekarte zu Rate, die ich schon seit mehr als 10 Jahre aufhebe
– Ich war zweimal auf der CMT Messe in Stuttgart und habe mich am Stand der Kroatischen Tourismuszentrale mit Karten und Broschüren eingedeckt
– Ich habe mich wegen Reisemobilen erkundigt, Pro und Contras abgewogen und mich Stand jetzt dagegen entschieden
– Ich habe zur Einstimmung 2 typisch kroatische Nachtische gemacht: Cremeschnitten und Mohnstrudel, die ich in meiner Kindheit und Jugend liebte
– Und ich habe mich bei einer lieben Nachbarin zum Kaffee angekündigt

Und natürlich gibt es da eine Liste mit Auslandskrankenversicherung, Impfung Hund, Budgetierung, Unterkünfte,…

Hitradio Antenne 1 – Urlaubsoffensive
Ich habe mich bei Hitradio Antenne 1 beworben. Dort gibt es derzeit eine Aktion den Urlaub zu bezahlen. „Egal was, wir zahlen das“. Egal ob ich gewinne, ich fands klasse, dass ich deswegen mit einer Mitarbeiterin telefoniert habe. Das Gespräch machte Spaß. Es ging um den Hintergrund meiner Reise, das Velebit Gebirge Kroatiens und die Angst vor Schlangen. Durch die Aktion erfährt man nebenbei, welche Reisen und Urlaube sich Menschen wünschen. Ich finde es sehr interessant und es sagt viel über sie aus.

Unterstützung
Und dann ist da noch so ein Aspekt, dass die Menschen um mich herum mitfiebern, wenn Sie von meinen Plänen erfahren. Ich bekomme Geschenke, Geld angeboten, tausche Tipps aus oder führe so manches schöne Gespräch. Ein Spielzeugcamper mit Lichtfunktion und ein liebevoll gestaltetes Reisesurvival-Heft sind meine persönlichen Highlights.  
Auch so Sätze wie „Sandra machts einfach“ sind gefallen, freuen mich und bringen mich zum Nachdenken.

Träume
Ich erfahre, dass die Menschen um mich herum mich als eine Frau sehen, die ihre Träume umsetzt.
„San“ ist übrigens das kroatische Wort für Traum und ist somit Teil meines Vornamens:-)
Wenn auch Ihr Euch gerade mit Träumen beschäftigt und den „Abers“ und „Es geht nicht, weil“ dann empfehle ich Euch das Hörbuch „Der träumende Delphin von Sergio Bambaren“ und auch ein Naturcoaching kann Euch helfen euer inneres Herzklopfen wieder deutlicher wahrzunehmen.

Meine Einschätzung: Spürt Ihr Reue beim Gedanken an einen Traum, dann kann es sein, dass Ihr denkt, Ihr MÜSST Euch diesen Traum erfüllen. Er ist vielleicht aus dem Vergleich mit anderen Menschen entstanden und nicht Euer Eigener. Euer echter, eigener Traum lässt Euch Wärme im Inneren spüren, ein kleines Feuer und Kribbeln beim Gedanken daran.
Hört Euch mal das Lied von Christina Stürmer über Träume an, sie singt: „Jeder unserer Träume hat was mit uns gemacht und hat sich gelohnt.“ Warum? Das erfahrt Ihr am besten bei voller Lautstärke im Auto oder tanzend durch Wohnzimmer.

Gesucht
Unterstützung kann ich aktuell gebrauchen bei einem Solaraufladegerät fürs Smartphone, einem umweltfreundlichen, kleinen Bus statt meinem Auto, einem guten Fernglas und einem Orientierungsworkshop mit Karte und Kompass. Leihweise, im Austausch, gesponsored oder zum kaufen.

Eure und Ihre Sandra Plazibat

Auf dem Bild ist das Vranjsko Jezero, ein See und Naturpark in der Nähe von Zadar

Ein Tag im Naturkundemuseum Karlsruhe – über Forschung, Natur und Wirtschaftlichkeit

Ausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft

Im Karlsruher Naturkundemuseum läuft derzeit die Sonderausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft. Dort habe ich gestern einen Fortbildungstag eingelegt. Sehr entgegen kommt mir, dass das Lernen auf fast alle Sinne angelegt ist. Es gibt viel zu hören, zu sehen und anzufassen. Anhand von Globusen wird die Welt dargestellt, wie sie sich über Millionen von Jahren entwickelt hat. Vom Feuerball, hin zu einer Eiswelt mit schmalem Ozeangürtel, dann dem einen Superkontinent bis zu unseren heutigen Kontinenten mit den Unmengen an Meer. Windkantige Steine und Vulkanbomben sowie versteinerte Haselnüsse gibt es in den Vitrinen zu sehen. Auf einer Kugel wird ein Film abgespielt, der über die verschiedenen Spähren unserer Welt informiert z.B. die Atmosphäre oder die Antrophosphäre. Das Ganze leitet so prima auf den letzten Teil der Ausstellung hin. Es geht dort darum, wie sich unser Verhalten auf die Erde auswirkt, beispielsweise, dass die Meere übersäuern . Was das genauer bedeutet, kann man sich erklären lassen, indem man mit einem altmodischen Telefon einen Forscher anruft. Seine Nachricht wurde auf Band aufgenommen. So bekommt man auch den neuesten Stand der Forschungen mit, zum Beispiel, ob es möglich und wirtschaftlich ist das überschüssige Co2 im Meeresgestein einzulagern. Zur Veranschaulichung kann man dies mit einer Pumpe ausprobieren. Wie sich so ein Forscher in der Arktis fühlt, kann man in einer Polartomate nachempfinden. Der Besucher gelangt zu vielen Erkenntnissen bezüglich der Auswirkungen unseres Lebensstils auf die verschiedenen Spähren. Dazu gibt jede Forscherin Verbesserungsvorschläge, die man gerne annimmt, weil man den Zusammenhang nach der Ausstellung viel besser verstehen kann.

Eis weg – wir praktisch?

Vor kurzem habe ich eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, dass manche Schifffahrtsunternehmen es sehr praktisch finden, dass das Eis in den Weltmeeren abschmilzt. Warum? Die Transportwege verkürzen sich erheblich, dadurch werden die Transportkosten billiger. Aus unserer Kundensicht: Yer, mein Artikel kommt noch viel schneller an und die Versandkosten werden noch günstiger.
Hmmmm, bei mir hat dies es ein sehr flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Ein großes Stück unberührter Natur, gleich muss es genutzt werden. Können wir es denn nicht einfach mal gut sein lassen?
Wirtschaftlich kotzt mich manchmal so richtig an. Schon beim ersten Schiffsunglück geht diese Rechnung doch nicht mehr auf.
Nach der Ausstellung habe ich den Eindruck gewonnen, dass wir in wenigen hundert Jahren geschafft haben kaputt zu machen, was sich über Jahrtausende- und Millionen natürlich entwickeln durfte.
Jeder von uns ist gefragt, wir müssen anders rechnen und denken lernen. Gerade hier finde ich das Verständnis der „Gemeinwohlökonomie“ sehr richtig. Ich bin in meinem Artikel über VAUDE ein wenig darauf eingegangen.

Wenn ich mir überlege, ob ich meine Geschäftsreise mit dem Auto oder mit dem Zug mache, finde ich das ein sehr passendes Beispiel. Ich wäge ab zwischen dem Einsparpotenzial an Abgasen, meinem Geldbeutel, meiner Zeit und meinem Komfort. Mein individueller Anspruch gegenüber dem „Wohl der Allgemeinheit“. Meist hat eines der unterschiedlichen Argumente die Nase vorn.

DANKE von der Naturdenkpause

An dieser Stelle möchte ich es gut sein lassen und ein paar Worte zum Jahresabschluss an Sie richten.
DANKE an alle meine Follower, für euer Interesse an meinen Artikeln, das Teilen der Inhalte und euer Feedback.
DANKE an meine Kundinnen und Kunden, für Ihre Wertschätzung für meine Arbeit und die Freude, die ich bei meinen Angeboten für Sie erleben durfte.
DANKE an alle Wegbegleiter, die dieses Jahr zu einem sehr besonderen Grundsteinjahr für die Naturdenkpause gemacht haben.
Ich freue mich auf viele weitere bereichernde Naturcoachings und Naturauszeiten und meine Naturtour durch Kroatien 2020!

Auf bald, Ihre und Eure Sandra Plazibat





Luxusartikel Zeit

„Überstürzen Sie jetzt nichts. Die Sterne gönnen Ihnen den Luxusartikel Zeit. Insofern dürfen Sie auch bei größeren Veränderungen in Ruhe überlegen, was zu tun ist.“
Dieses Horoskop habe ich bis heute an meinem Kühlschrank hängen und es hat mich zu diesem Artikel animiert.
Gerade muss ich meinen PC-Virenscanner updaten. Was für mich immer gefühlt verschwendete Zeit ist, die ich nicht gerne investiere. Während ich eine Tour mit meinem E-Bike durch den Wald als gute Investition sehe und sehr gerne mache.

Luxusartikel? Wenn ichs mal ganz genau nehme gehört Zeit also in die Kategorie: Ferrari, Kaviar, Goldkette und Marmorfußboden. Ein interessanter Gedanke! Dann müsste es ja auch sowas wie eine Zeitbank geben. Gibt es glaub auch – im Grunde mache ich tagtäglich Zeitgeschäfte. Ich tue etwas und tausche dafür Zeit ein, sei es zur Arbeit zu gehen, zum Einkauf, in Urlaub fahren, Fernsehen, …. Manche Zeit scheint dabei anders zu bewerten zu sein z.B. Überstunden, die müssen ja wohl deutlich mehr wert sein, als 60 Minuten pro Stunde. Oder Weihnachtszeit, da muss irgendwie immer mehr rein passen und Urlaubszeit, ähnlich.
5 Minuten Zugverspätung sind in Deutschland meist ein großer Stressverursacher, während man in einem Land wie Tanzania lieber mal 1-3 Tage einrechnet bis der Bus kommt. Und was wenn einem nur noch wenig Zeit zu Leben oder mit einem lieben Menschen bleibt?! Dann wird einem bewusst wie wahr die Aussage ist, dass es sich bei Zeit tatsächlich um einen Luxusartikel handelt.

Ich möchte jetzt eine Brücke schlage zu meinen Themen wie Naturschutz und Nachhaltigkeit. Gerade kam die Nachricht, dass in Stuttgart ca. 80.000 To-Go Becher misamt Plastikdeckel täglich verwendet werden und man deswegen jetzt ein besonderes Pfandsystem einführen möchte. Mehrmals nutzen statt nur einmal. Da bin ich absolut dafür. Doch darauf möchte ich nicht hinaus.
Ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht und einige Gespräche geführt und bin zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gekommen:

Trinken Sie, statt „to go“ jeden zweiten Kaffee im Café, der Bäckerei, der Tankstelle vor Ort und setzen Sie sich hin. Trinken Sie Ihren Kaffee aus einem Kaffeebecher aus Porzellan und gehen dann weiter Ihres Weges. Nehmen Sie sich die Zeit.

… und jetzt, wo Sie wissen, dass es sich bei Zeit um ein Luxusgut handelt, können Sie diese Kaffeezeit vielleicht noch mehr genießen. Ich bin mir sicher ihre Welt, wird dadurch ein klein wenig besser werden. Probieren Sies aus.

Gerne möchte ich Ihnen noch besondere Bücher und einen Film zum Thema Zeit empfehlen: Die  Hörbücher„Zeit deines Lebens“ von Cecilia Ahern und „Momo“ von Michael Ende, sowie der Film „Haus am See“ mit Sandra Bullock und Keanu Reeves.

Genießen Sie die Herbstzeit, die Farben, den Wind, den Nebel und die Drachen!

Ihre Sandra Plazibat

„Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas gibt“ Ernst Ferstl.

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