Warten bis meine Seele nachkommt

Geschichte: Ein Indianer fährt das erste Mal in seinem Leben in einem Auto mit. Er scheint die Fahrt zu genießen und sieht sich alles, was am Fenster vorbeifliegt, mit großen Augen interessiert an. Nach ungefähr zwanzig Minuten sagt er: „Bitte halten Sie an, ich möchte aussteigen.“ Der Fahrer sieht ihn verwundert an. „Aber wir sind doch noch garnicht am Ziel!“ Was wollen Sie hier? Hier ist doch nichts.“ Die nächste Stadt ist noch mindestens vierzig Kilometer entfernt.“ Doch der Indianer lässt sich nicht von seiner Entscheidung abbringen. Der Fahrer hält also an und lässt ihn aussteigen. „Und was, um Himmels willen, wollen Sie jetzt hier machen?“, fragt er, während sich der Indianer an den Straßenrand setzt.
„Warten, bis meine Seele nachkommt.“

Wenn Menschen meine Angebote buchen, dann wünschen Sie sich folgendes „zur Ruhe zu kommen“, „zu mir zu kommen“, „auf meine innere Stimme zu hören“, „den Kopf/die Gedanken abschalten“, „mich sortieren“, „Zeit für mich zu haben“.
Dafür ist eine Aus-Zeit nötig. Ein Aus-Steigen. Aus dem üblichen Trubel, Trott, Alltag, dem Strudel,…
Sich Zeit zu nehmen Erlebtes zu verarbeiten und zu integrieren. Ich beziehe dies vor allem auf emotionale Erlebnisse. Die innere Arbeit.
Nach einem Jahr wie diesem ist es vermutlich gerade an der Zeit, sich Zeit zu nehmen, damit die Seele nachkommen kann. Auszuwerten was war und wie es sich angefühlt hat. Die Veränderungen zu würdigen. Ich befürchte wir gehen recht unreflektiert in die Aktionsphase über und dann ist es halt irgendwann zu spät.
Es braucht Mut auf die Stopp oder Pause – Taste zu drücken. Mut, auszusprechen, dass es nicht weiterlaufen soll wie vorher.
Braucht es dafür besonders mutige Menschen? Nein, es braucht Menschen die trotz dessen, dass sie Angst verspüren und unsicher sind, einen Versuch wagen. Und genau diese Menschen können die Unterstützung anderer mutiger Menschen sehr gut gebrauchen.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass weiterhin soviele Vögel zu hören und zu sehen sind, weiterhin weniger geflogen und Autogefahren wird, es ruhiger zugehen darf und Menschen weiter Gefallen an Zeit in der Natur haben. Ich habe mir vorgenommen mutig zu bleiben und mich so oft es geht zu zeigen, so wie ich bin.

Ihre und Eure Sandra Plazibat von der Naturdenkpause






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