Ein Tag im Naturkundemuseum Karlsruhe – über Forschung, Natur und Wirtschaftlichkeit

Ausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft

Im Karlsruher Naturkundemuseum läuft derzeit die Sonderausstellung Planet 3.0 – Klima, Leben, Zukunft. Dort habe ich gestern einen Fortbildungstag eingelegt. Sehr entgegen kommt mir, dass das Lernen auf fast alle Sinne angelegt ist. Es gibt viel zu hören, zu sehen und anzufassen. Anhand von Globusen wird die Welt dargestellt, wie sie sich über Millionen von Jahren entwickelt hat. Vom Feuerball, hin zu einer Eiswelt mit schmalem Ozeangürtel, dann dem einen Superkontinent bis zu unseren heutigen Kontinenten mit den Unmengen an Meer. Windkantige Steine und Vulkanbomben sowie versteinerte Haselnüsse gibt es in den Vitrinen zu sehen. Auf einer Kugel wird ein Film abgespielt, der über die verschiedenen Spähren unserer Welt informiert z.B. die Atmosphäre oder die Antrophosphäre. Das Ganze leitet so prima auf den letzten Teil der Ausstellung hin. Es geht dort darum, wie sich unser Verhalten auf die Erde auswirkt, beispielsweise, dass die Meere übersäuern . Was das genauer bedeutet, kann man sich erklären lassen, indem man mit einem altmodischen Telefon einen Forscher anruft. Seine Nachricht wurde auf Band aufgenommen. So bekommt man auch den neuesten Stand der Forschungen mit, zum Beispiel, ob es möglich und wirtschaftlich ist das überschüssige Co2 im Meeresgestein einzulagern. Zur Veranschaulichung kann man dies mit einer Pumpe ausprobieren. Wie sich so ein Forscher in der Arktis fühlt, kann man in einer Polartomate nachempfinden. Der Besucher gelangt zu vielen Erkenntnissen bezüglich der Auswirkungen unseres Lebensstils auf die verschiedenen Spähren. Dazu gibt jede Forscherin Verbesserungsvorschläge, die man gerne annimmt, weil man den Zusammenhang nach der Ausstellung viel besser verstehen kann.

Eis weg – wir praktisch?

Vor kurzem habe ich eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, dass manche Schifffahrtsunternehmen es sehr praktisch finden, dass das Eis in den Weltmeeren abschmilzt. Warum? Die Transportwege verkürzen sich erheblich, dadurch werden die Transportkosten billiger. Aus unserer Kundensicht: Yer, mein Artikel kommt noch viel schneller an und die Versandkosten werden noch günstiger.
Hmmmm, bei mir hat dies es ein sehr flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Ein großes Stück unberührter Natur, gleich muss es genutzt werden. Können wir es denn nicht einfach mal gut sein lassen?
Wirtschaftlich kotzt mich manchmal so richtig an. Schon beim ersten Schiffsunglück geht diese Rechnung doch nicht mehr auf.
Nach der Ausstellung habe ich den Eindruck gewonnen, dass wir in wenigen hundert Jahren geschafft haben kaputt zu machen, was sich über Jahrtausende- und Millionen natürlich entwickeln durfte.
Jeder von uns ist gefragt, wir müssen anders rechnen und denken lernen. Gerade hier finde ich das Verständnis der „Gemeinwohlökonomie“ sehr richtig. Ich bin in meinem Artikel über VAUDE ein wenig darauf eingegangen.

Wenn ich mir überlege, ob ich meine Geschäftsreise mit dem Auto oder mit dem Zug mache, finde ich das ein sehr passendes Beispiel. Ich wäge ab zwischen dem Einsparpotenzial an Abgasen, meinem Geldbeutel, meiner Zeit und meinem Komfort. Mein individueller Anspruch gegenüber dem „Wohl der Allgemeinheit“. Meist hat eines der unterschiedlichen Argumente die Nase vorn.

DANKE von der Naturdenkpause

An dieser Stelle möchte ich es gut sein lassen und ein paar Worte zum Jahresabschluss an Sie richten.
DANKE an alle meine Follower, für euer Interesse an meinen Artikeln, das Teilen der Inhalte und euer Feedback.
DANKE an meine Kundinnen und Kunden, für Ihre Wertschätzung für meine Arbeit und die Freude, die ich bei meinen Angeboten für Sie erleben durfte.
DANKE an alle Wegbegleiter, die dieses Jahr zu einem sehr besonderen Grundsteinjahr für die Naturdenkpause gemacht haben.
Ich freue mich auf viele weitere bereichernde Naturcoachings und Naturauszeiten und meine Naturtour durch Kroatien 2020!

Auf bald, Ihre und Eure Sandra Plazibat





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