Eine starke Unternehmerin – Firma Vaude

DAV Kletterhalle Friedrichshafen

Letzte Woche hatte ich das Glück eine Karte für die Live Sendung Leute heute des Radiosenders SWR1 zu gewinnen – mit Antje von Dewitz, der Geschäftsführerin von Vaude. Für diejenigen, denen Vaude nichts sagt, ein Outdoorbekleidungs und –equipment Unternehmen, mit Sitz in Tettnang am Bodensee. Ein Unternehmen welches sich hohe Nachhaltigkeitsziele setzt.

Die meisten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer die ich bislang erlebt habe, kommen in Kostümen und Anzügen, meist in grau, und sprechen mit einer Hand (betont) lässig in der Hosentasche.
Frau von Dewitz kam in kurzer Hose und T-Shirt ihres Unternehmens, und war lässig, humorvoll ,überzeugend und konzentriert. Sie kletterte sogar im Laufe des Abends an die Decke der Kletterhalle, wo die Veranstaltung stattfand.

Es ging darum wie man Mitarbeiter bezüglich Unternehmenszielen mit ins Boot holt, Beschäftigung von Flüchtlingen und Anfeindungen und vor allem die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens. Und auf diesen Teil möchte ich eingehen.

Ich nehme beispielhaft mal meinen Rucksack, den ich von dieser Marke habe. Als ich vor ca. einem Jahr in ein kleines Taschengeschäft hier in Pforzheim ging, wollte ich bei diesem Kauf sehr bewusst einkaufen. Ich benötigte einen Rucksack, der meinen Laptop abpolsterte, ich gut auf dem Fahrrad mitnehmen konnte, der möglichst lange hielt, genug Platz bot für mein Getränk und sonstiges Schreibzeug, ich hatte eine Preisvorstellung und  noch dazu sollte er mir gefallen.
Soviel zu den formalen Ansprüchen. Den Rucksack sollte ich mit gutem Gewissen tragen können.

Ich wurde zum Rucksack beraten und informierte mich auch noch selbst über das Etikett. Ich erfuhr, dass die Reissverschlüsse biobasiert waren und statt dem Mineraöl die Pflanzenfaser Rizinus beigemischt war. Statt Baumwolle, was in der Herstellung sehr viel Wasser verbraucht, war Hanf beigemischt worden. So etwas interessiert und begeistert mich. Ich bezeichne diesen Rucksack mal als ziemlich nachhaltig, auch wenn ich seit dem Vortrag weiss, dass biobasiert und bioabbaubar, nicht dasselbe ist.

Es geht bei Nachhaltigkeit unter anderem darum Ressourcen zu schonen und Co2 zu minimieren. Wie aktuell das Thema ist, haben Sie vielleicht vor ein paar Tagen im Radio gehört. Wir haben vor ein paar Tagen die Ressourcen aufgebraucht, die uns natürlicherweise zur Verfügung stehen und leben das restliche Jahr auf Pump.

Wie Vaude konkret diesen Themen begegnet ist: Papierverbrauch im Unternehmen auf ein Minimum zu reduzieren, und weitestgehend Recyclingpapier zu verwenden. Flugreisen erst ab ca. 600 km zu genehmigen und zu belohnen wer mit dem Fahrrad ins Geschäft kommt. Strom komplett auf natürlichen Strom umzustellen, den gesamten Co2 Fußabdruck des Unternehmens zu erfassen und über klimaneutrale Projekte auszugleichen.
Hört sich erstmal nicht spektakulär an? Doch ich glaube schon. Wer kann mit diesen Maßnahmen im privaten Bereich mithalten? Klopapier aus Recycling, Ökostromanbieter, Kurzfahrten mit dem Fahrrad, Verzicht auf günstige Flugreisen.

Antje von Dewitz spricht davon, dass Preise von Waren nicht die ökologische und soziale Wahrheit sagen. Und sie sagt, und das überrascht mich, dass ein wichtiger Antreiber für sie Angst ist.

Ihr macht die Entwicklung dieser Welt, die Zerstörung durch uns, Angst und sie schafft es diese Angst in Handeln umzusetzen. Sie schaut mit Stolz auf den Weg den Sie mit dem Unternehmen und ihren Mitarbeitern bislang geschafft hat und Sie schaut nach vorne und sieht, dass es noch viel zu tun gibt.

Mich hat Frau von Dewitz beeindruckt. Ich kam aus der Halle sehr kraftvoll aufgeladen und motiviert. Ich übernehme einiges für mein eigenes Unternehmen und Privatleben. Wenn Sie noch etwas mehr über den Vortrag erfahren möchten, schauen sie sich den LiveStream in der Mediathek von SWR1 an vom 23.07.2019.

Ihre Sandra Plazibat

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