Ideen für eine Naturauszeit

Rheinauen Karlsruhe

Aufgeladen und voller Energie kehre ich nach einem erfüllten Tag nach Hause zurück. Mein erstes Tagesziel war heute das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört, www.natzka.de. Da es wider Erwarten erst um 12 Uhr öffnete, hatte ich davor noch Zeit auf eigene Faust in die Natur zu stapfen.
Der Wald, mit Wildgehe, dort hat eine sehr schöne Atmosphäre. Auf mich beruhigend. Ich lief los und gelangte an einen tollen Waldsee. Auf einer Bank mit Blick auf einen gegenüberliegenden Steg nahm ich Platz. Gegenüber war übrigens eine Kindergartengruppe voll in Aktion.
Ich erblickte wunderschöne Seerosen. Je länger ich saß, je mehr kam zum Vorschein. Turtelnde Libellen, ein Krebs im Wasser und eine kleiner Schwarm Fische. Ein Gespräch mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin und Gassigeherin vom nahegelegenen Tierheim führte ich auch.
Ich solch herrlicher Umgebung machte ich eine kurze Meditation und führte im Anschluss ein Telefonat, bereitete eine Besprechung vor sowie die kommende Naturauszeit für meine Kunden.
Nach einer ganzen Weile machte ich mich auf den Weg zum Naturschutzzentrum. Da ich noch etwas Zeit hatte, kletterte ich noch auf einen Aussichtsturm für Naturliebhaber, der für die Wildbeobachtung da ist. Ich las ein wenig und kam kurze Zeit später mit einem sehr fürsorglichen Hundebesitzer ins Gespräch. Kurz vor Schichtbeginn ging er noch auf eine Gassirunde und schwärmte mir von der Natur hier vor und gab mir noch einen tollen Tipp für einen Biergarten in der Nähe. Dem Hund gefiel es offensichtlich auch sehr, denn er gab sein bestes um nicht nach Hause zu müssen , z.B. „so tun als ob ich dich nicht gehört habe“ gefolgt vom „kannst du diesen Hundeaugen widerstehen Blick – Blinzel Blinzel“
Doch der Schichtbeginn nahte und Herrchen musste gehen.

Weiter zum Naturschutzzentrum. Dort saß ein junger Mann an der Kasse und erklärte mir, dass der Eintritt kostenlos ist. Es ist eine Ausstellung, welche über 2 größere Räume verteilt ist. Der untere Raum ist mit Spielen für Kinder geeignet. Schwerpunkt Oben ist die Veranschaulichung der Besonderheiten und die Entwicklung der Natur in den Rheinauen z.B. ein Fluss- und Gesteinsmodell oder ein nettes Spiel zum Erraten der verschiedenen Tierstimmen der Naturbewohner. Ebenso wie Hinweise auf die Auswirkungen durch menschliches Einwirken.
Über das Jahr gibt es dort ein buntes Veranstaltungsprogramm. An der Kasse kaufte ich mir noch ein kleines, sehr feines Buch über den Klimawandel sowie erhielt drei kostenlose Naturposter.
Nach dem Mittagessen in besagtem Biergarten, spazierte ich am Rhein Strandbad vorbei und kam zu einer faszinierenden Gegend, siehe Bild.
Es gibt dort einige Arme vom Rhein, für mich passte der Ausdruck Sumpf See ganz gut. Ich verweilte dort eine ganze Weile. Es herrschte dort so eine Lebendigkeit! Unterschiedlichste Töne: Quaken, Gekreische, Gesumme, Geschnatter,…. Ich erblickte einen Graureiher, und Biber oder Otter in einem Baumstamm. Die anderen Tiere hörte ich nur und meine Phantasie wurde beflügelt. Ähnlich dem Spiel mit den Tierstimmen im Naturschutzzentrum, nur in Live und ohne Auflösung. Und das Ganze nur 200 m von einem Freibad entfernt. Daran kann man sehen, dass es durchaus Sinn macht, auch die Menschen mal hinter einen Zaun zu sperren, damit die Tiere ihre Ruhe haben:-)
Ich spazierte noch ein wenig weiter und hatte dort die Möglichkeit meine Füße im Rhein abzukühlen. Erinnerungen an meine Kindheit und einen Stausee in Kroatien kamen hoch, während kleine Fische meine Füße beäugten und ein besonderer Baum mir den Rücken stärkte.

Ich wünsche Ihnen auch bald so einen schönen Tag! Gerne buchen Sie Ihre persönliche Naturauszeit oder ein Naturcoaching bei mir. Aktuelle Termine finden Sie auf meiner Homepage.
Ihre Sandra Plazibat


2 Comments on “Ideen für eine Naturauszeit

  1. Sich in die übriggebliebenen, nicht für die Baden-Württembergische Industrie erschlossenen Rheinauen zu wagen ist ja schon mutig, ich sag nur asiatische Tigermücke. Aber von derlei Störenfrieden abgesehen ist es freilich in der eigentlichen Natur schön und schön ruhig. Und erst in dieser Stille kommt man zum eigentlichen Atemholen. Ich mag Parks, Wildparks, Museen und so weiter, denn man kann dort viel mehr sehen als in der eigentlichen, freieren Natur (oder was man halt in D. so nennt), aber zu der wirklichen Erholung am romantischen Busen der Natur gelange ich da nicht. Da, wo Beobachtung möglich wäre will ich dann auch aktiv sehen, waren’s z.B. Biber oder Otter, was ja doch ein immenser Unterschied ist? Daß der Mensch eingesperrt sein sollte habe ich am eindrücklichsten in einem WIldschweingehege, ich glaube, bei Poing, erlebt – man ging durch deren Gelände und in der Mitte war eine Einzäunung für die Menschen, von der aus man die Schweinchen füttern konnte und sollte. Die Schweine freilich haben das recht frei interpretiert.

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