Anleitung für ein Natur-Vision-Board

heidi brandauer natur vision board
Foto by Heidi Brandauer 2019
Ich freue mich sehr, dass Heidi Brandauer, meine Kollegin aus dem Naturcoaching, einen Gastbeitrag für Sie geschrieben hat. Sie ist derzeit national und international in der Natur unterwegs und sammelt Erfahrungen, knüpft Kontakte und betreibt Recherche zu Arbeitsweisen in und mit der Natur.

Heidi: „Heute erfahren Sie, wie Sie ihre Ziele und Wünsche für 2019 mit Hilfe des Natur-Vision-Boards sichtbar machen können.
Ich habe die Methode selbst mal bei einem Spaziergang auf der Schwäbischen Alb ausprobiert. Und bin selten so inspiriert von einem Spaziergang wieder zurückgekehrt :)“

Ich finde Vision Boards toll, weil dadurch kreativ Wünsche und Ziele zum Ausdruck gebracht werden können. Sowohl Hand, Herz als auch das Hirn sind angesprochen.

Draußen bei meinem Spaziergang habe ich mich gefragt, ob das mit dem Vision Board einfach auch unterwegs in der Natur ohne viel Material geht. Wozu Stifte und Papier-Material kaufen wenn es auch papierfrei und draußen in der frischen Luft geht? Ich bin oft auf Reisen unterwegs und möchte nicht ständig ein Vision-Board aus Papier mit mir herumschleppen. Also muss eine andere Methode her: Das „Natur-Vision-Board“.

Hier die Schritt-für-Schritt Anleitung für die Erstellung eines Natur-Vision Boards, das in und mit der Natur erstellt werden kann. Gelingt sowohl mit – als auch ohne Naturcoach in Eigenregie.

Dauer: 1-2 Stunden.
Material: das, was da ist

1. Meditation
Im ersten Schritt ist es wichtig, erst mal bei sich selbst anzukommen.
In der Hektik des Hektik des Alltags kann  das Innehalten manchmal zu kurz kommen. Meditation kann helfen die innere Mitte wieder zu finden. Machen Sie eineNatur-Meditation, mit der Sie in einen ruhigen, gelassen Zustand

kommen.  „Threena_on_her_way“, eine zertifizierte Naturcoachin,
teilt zum Beispiel in ihrem Podcast Natur-Meditationen. Geht aber auch spontan wenn Sie sich einfach Zuhause oder draußen hin setzen und bewusst durchatmen und zum Beispiel bewertungsfrei auf Geräusche in der Umgebung achten. Wichtig ist, dass Sie innerlich zur Ruhe kommen, den „Monkey mind“ , also den Gedankenaffentanz im Kopf -einfach mal sein lassen und sich auf das Wesentliche, ihren Atem, konzentrieren. Es geht noch nicht um Inhaltliches. Die Meditation dauert so lange wie es gerade für Sie passt.

2. Wandering
Sie gehen spazieren, wandern umher wie Sie es sonst zum Beispiel an einem Sonntag Nachmittag auch tun würden. Geeignet sind zum Beispiel Streuobstwiesen, Laub-Misch-Wälder,  Stadtparks, Feld und Flur, Auenlandschaften, Berglandschaften, Meer mit Sandstrand, Inseln, Vulkane… kraftvolle Plätze wo Sie „auftanken“ können.

Kleiner Witz am Rande:
Sie können Ihr Natur-Vision Board auch in der Großstadt an einer lauten Baustelle mitten im geschäftigen Treiben erstellen – das ist dann halt nur nicht so „idyllisch“ und es erfordert ein Vielfaches mehr an Konzentration und innerer Ruhe 😉 Also an naturnahen Orten ist es einfacher.
Ihr Spaziergang muss nicht von einem strammen „Wander-Ziel“ geleitet sein, kann er aber. Absichtsloses umherstreifen ist, was mit „Wandering“ gemeint ist. Zum „Wandering“ erzählen Martin und Claudia von der Natur- und Wildnisschule Ost aus Österreich mehr (im Internet unter Nawisho // Wandering zu finden).
Meditation in Kombination mit „Wandering“ kann Sie in einen verspielten, kreativen „flow“-Zustand bringen. „Flow“ entsteht laut einem Forscher mit einem komplizierten Namen -Mihaly Csikszentmihalyi – an der Schwelle zwischen Unterforderung und Überforderung. Spazieren Sie also erst mal mindestens 15 Minuten munter drauf los um wirklich draußen „anzukommen“. Wenn Sie sich bereit fühlen und an einem für Sie geeigneten Platz angekommen sind, legen Sie langsam los mit dem Natur Vision Board.

3. Natur-Vision-Board erstellen
Eine Möglichkeit ist, 4 Steine zu sammeln. Wandern Sie eine Weile mit den Steinen in Ihren Händen, sodass Sie warm werden. Jeder Stein steht symbolisch für 3 Monate des Jahres. Also ein Stein für Januar, Februar, März. Der nächste Stein für April, Mai, Juni. Der Dritte für Juli, August, September und der vierte Stein für Oktober, November, Dezember.
Stellen Sie sich selbst eine offene, positiv formulierte Frage. Damit grenzen Sie ihr Vision Board thematisch ein. Das hilft später dabei, genauere Rückschlüsse zu ziehen. Zum Beispiel: „Was brauche ich um 2019 zu einem glücklichen und erfüllten Jahr zu machen?“
Legen Sie die Steine auf dem Boden aus und suchen Sie weitere Naturmaterialien, welche zu den jeweiligen Monaten passen. Naturmaterialien wie zum Beispiel ein Ast, Moos oder Blätter symbolisieren Wünsche und Ziele und sind mit einer persönlichen
Bedeutung für Sie aufgeladen. Legen Sie die Naturmaterialien in welcher Form es Ihnen beliebt (z.B. Kreis, Quadrat) um die einzelnen Steine herum. Lassen Sie ihrer Kreativität freien Lauf!

4. Reflexion und Assoziationen bilden
Wenn gerade kein Naturcoach zur Seite ist, machen Sie ein Foto, schreiben Sie die neu gewonnenen Ideen in ein Journal oder machen eine Sprachaufnahme mit dem Smartphone. Die Dokumentation hilft, Abstand zu nehmen und dadurch neue Sichtweisen zu gewinnen. Sie können das Natur-Vision-Board aber auch einfach nur so auf sich wirken lassen.
Sind darin Analogien oder Metaphern zu ihrem Leben erkennbar? Was assoziieren Sie selbst spontan damit?
Wenn Ihnen ihre eigenen Assoziationen noch nicht ausreichen, recherchieren Sie im Internet in einer einfachen Schlagwortsuche die symbolische Bedeutung zu den Dingen, die sich im Vision Board wiederfinden, z.B. zu „Buchecker“, „Feder“ oder „Apfel“…
Im Schamanismus hat zum Beispiel jedes Tier und jedes Ding in der Natur
eine symbolisch aufgeladene Bedeutung. So ähnlich ist es auch mit „Tarot“-Karten. Auch über die Symbol-Beschreibung aus der Traumdeutung können Assoziationen zum Erlebten hergeleitet werden.

5. Rückschlüsse
Das Natur-Vision-Board ist eine Momentaufnahme, mit der Sie sichtbar machen was für Sie im Jahr 2019 wichtig ist und was Sie gerne erreichen möchten. Verlieren Sie sich daher nicht zu sehr in der Interpretation des Vision Boards, sondern fokussieren Sie sich auf die eingangs gestellte Frage.

Wichtig ist noch anzumerken, dass das Vision Board nicht „in Stein gemeißelt“ ist. Ziele und Wünsche können sich im Jahresverlauf ändern. Denn nichts ist bekanntlich so beständig wie die Veränderung. Das Natur-Vision-Board kann zu einem anderen Zeitpunkt jederzeit ergänzt und erweitert werden.

Gerne können Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen per Mail oder Kommentar.
Viel Freude beim Ausprobieren!

wünscht
Heidi
heidi brandauer foto
Heidi Brandauer-
Master of Science Agrarwissenschaften Ressourcenmanagement
Bachelor of Education in Umweltpädagogik
zertifizierte Waldpädagogin und zertifizierte Naturcoach

 

 

 

 

 

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